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13.09.2017 | Eversheds Sutherland | Mitteilung der Pressestelle
Strategische Zusammenarbeit auf internationaler Ebene im Life Science Sektor: Eversheds Sutherland berät Otsuka bei der Kooperation mit R-Pharm zur Bekämpfung von multiresistenter Tuberkulose in der Russischen Föderation und weiteren GUS-Staaten

München, 13. September 2017 – Die globale Wirtschaftskanzlei Eversheds Sutherland hat das japanische Pharmaunternehmen Otsuka in Zusammenhang mit einem Lizenzvertrag mit dem russischen Pharmaunternehmen R-Pharm betreffend die Vermarktung von Deltyba™ (delamanid) zur Behandlung von Erwachsenen mit pulmonaler multi-resistenter Tuberkulose (MDR-TB) in der Russischen Föderation und weiteren GUS-Staaten beraten.

Im Rahmen der Kooperation gewährt Otsuka`s deutsche Tochtergesellschaft Otsuka Novel Products GmbH (ONPG) R-Pharm die Lizenz, Deltyba™ in der Russischen Föderation zuzulassen und das Arzneimittel nach seiner Zulassung dort zu vermarkten. Beide Unternehmen haben zudem Verhandlungen über die Entwicklung eines Technologietransferplans betreffend die lokale Herstellung von Deltyba™ durch R-Pharm aufgenommen. Nach erfolgreicher Arzneimittelzulassung in der Russischen Föderation ist R-Pharm berechtigt, das Arzneimittel in weiteren GUS-Staaten zuzulassen und zu vermarkten.

Russland ist eines der am stärksten von Tuberkulose betroffenen Länder der Welt. Allein in 2015 starben mehr als 15.000 russische Bürger an Tuberkulose, zusammen mit Indien und China stellt dies für 2015 die Hälfte aller weltweit ausgewiesenen Fälle von multiresistenter bzw. Rifampicin-resistenter Tuberkulose dar. Gleichzeitig übernimmt Russland die leitende Rolle, internationale Organisationen, Regierungen, Tuberkulose-Experten und andere Interessensvertreter zusammenzubringen und die globale Tuberkulose-Krise zu thematisieren. Russland wird auch Gastgeber der ersten weltweiten Ministerkonferenz der WHO am 16./17. November 2017 in Moskau sein.

Die Vereinbarung zwischen ONPG und dem russischen Pharmaunternehmen R-Pharm hat eine erhebliche Bedeutung für den Gesundheitssektor in den GUS-Staaten: mit dieser Kooperation wollen die beiden Unternehmen gemeinsam pulmonale MDR-TB bei Erwachsenen in diesen Ländern nachhaltig bekämpfen.

Otsuka ist ein global agierendes Pharmaunternehmen mit Sitz in Tokyo, Japan. Das Unternehmen erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet innovative Arzneimittel, um Versorgungslücken bei seltenen Krankheiten wie MDR-TB zu schließen. R-Pharm ist ein privates Pharmaunternehmen mit Sitz in Moskau, welches international und insbesondere in den GUS-Staaten tätig ist. Das Unternehmen verfügt über Expertise in den Bereichen Herstellung, Vermarktung und Marktzugang sowie im Verkauf und Vertrieb innovativer pharmazeutischer und biotechnologischer Produkte.

Dr. Tobias Maier, Partner bei Eversheds Sutherland in München, kommentiert:

„Die Beratung von Otsuka bei diesem strategisch bedeutsamen Projekt bestätigt Eversheds Sutherlands’ ausgeprägte Expertise im Life Science Sektor und die internationale Reichweite und Möglichkeiten unseres Netzwerks. Es freut uns, dass wir durch unsere Beratung zu dieser wegweisenden Kooperation beitragen konnten, von der wir glauben, dass sie nachhaltige Auswirkungen für den russischen Gesundheitssektor haben wird.“

Otsuka wurde von einem internationalen Team unter der Leitung des Münchner Partners Dr. Tobias Maier und Rechtsanwältin Frau Magdalena Anna Kotyrba beraten. Dem Eversheds Sutherland Team gehörten weiter an: Dr. Christian Mense (Partner, Corporate), Dr. Stefan Diemer (Partner), Christina Söllner (Counsel, beide Steuerrecht), Steffen Morawietz, Nadine Friese (beide Associates, Regulatory & IP, München), Simon Crossley (Partner, Cambridge, UK, Regulatory & IP), Lee O'Connell (Head of Legal and Compliance Consulting, Cardiff, UK), Konstantin Suvorov (Partner, ARTA LLC, Moskau, Best Friends Firm, Regulatory & IP).

Eversheds Sutherland berät regelmäßig internationale Unternehmen im Bereich Health und Life Sciences in allen für die Branche wesentlichen Rechtsgebieten. Unter deutscher Beteiligung hat die Kanzlei zuletzt Horizon Pharma bei der Übernahme des Biopharma-Unternehmens Raptor Pharmaceuticals Corp. beraten sowie Aspen Pharma bei einem Compliance-Programm für über 20 europäische Länder.

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