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Pressemitteilungen

07.07.2015 | Leonhardt Rattunde | Mitteilung der Pressestelle
Bremer DHS-Gesellschaften erfolgreich saniert

Nahezu alle 2.300 Arbeitsplätze im Schutzschirmverfahren erhalten /

Einführung des Mindestlohns löste Krise bei Dienstleister für Einzelhandel aus /

BREMEN, 6. JULI 2015. Die Bremer DHS Instore Service GmbH & Co. KG sowie DHS Vertriebs Service GmbH konnten durch das Schutzschirmverfahren erfolgreich saniert werden. Nahezu alle 2.300 Arbeitsplätze werden bei den Dienstleistungs- und Logistikbetrieben, die für Einzelhandelsunternehmen tätig sind, erhalten. Ab Juli führen die DHS Instore Service GmbH und die Infinite Group/HMsolutions GmbH die Geschäftsbetriebe fort. Laut Creditreform waren die DHS-Verfahren auf die Beschäftigtenzahlen bezogen der größte Insolvenzfall des ersten Halbjahres in Deutschland. Nicht betroffen von den Verfahren war die Muttergesellschaft DHS Deutsche Handelsservice.

Während des Schutzschirmverfahrens ist es der Geschäftsführung mit Unterstützung der Kanzlei Leonhardt Rattunde gelungen, die Kapazitäten anzupassen, Synergieeffekte zu nutzen und in neue IT-Systeme zu investieren. Kostensteigerungen durch Einführung des Mindestlohns konnten so aufgefangen werden. Die DHS-Gruppe ist nach einem halben Jahr wieder dauerhaft ertragsfähig und damit saniert. Bis auf 22 Arbeitsplätze in der Verwaltung konnten alle rund 2.300 Arbeitsplätze erhalten werden. Leonhardt Rattunde hat die Sanierung der Gesellschaften unter Aufsicht des Sachwalters Bora Haslinger von der Bremer Kanzlei Haslinger & Korrell von der Antragstellung an bis zur Umsetzung der Sanierungslösung begleitet.

Am 30. Dezember letzten Jahres wurde die Anordnung von sog. Schutzschirmverfahren gemäß § 270b InsO am Amtsgericht Bremen beantragt, was das Amtsgericht nach Prüfung am 2. Januar 2015 sodann beschloss. Mit Einführung des Mindestlohns waren die DHS-Gesellschaften unter Druck geraten. Die Kostensteigerung durch den Mindestlohn konnten aufgrund der Markt- und Vertragssituation nicht flächendeckend an die Kunden weiterberechnet werden.

Die DHS Instore Service, die bundesweit rund 1.900 Mitarbeiter beschäftigt, räumt als Logistiker im Auftrag von Einzelhandelsunternehmen Waren in Supermärkten ein. Mit dem positiven Turnaround zieht sich der bisherige Mehrheitsgesellschafter Rudolf Schmidt aus Altersgründen aus der aktiven Unternehmertätigkeit in den Ruhestand zurück. Die - 1 -DHS Instore Service GmbH wird vom bisherigen Mitgeschäftsführer Dirk Eiermann geführt.

Die 1985 gegründete DHS Vertriebs Service, die rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, ist im Fachmerchandising und Promotion-Geschäft tätig. Von der englischen Gesellschaft Infinite Group/HMsolutions GmbH wurde der Geschäftsbetrieb jetzt übernommen.

Verfahrensbeteiligte

Vertreter DHS-Gruppe

LEONHARDT RATTUNDE Düsseldorf: Martin Lambrecht (federführend), Annamia Beyer (Insolvenzrecht), Sibylle Gohlke (Arbeitsrecht), Wi.jurist Christoph Heusler (Sanierungsplanung)

Vertreter Geschäftsführer

KANZLEI TALLEN: Maike Tallen Vertreter Übernehmerin DHS Instore Service GmbHJUNGE SCHÜNGELER WENDLAND: Irmtraud Wendland (federführend), Marc Baldus (Lizenz- und Markenrecht)

SACHWALTER

Bora Haslinger (Haslinger & Korrell, Bremen)

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