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Sechs Unternehmen der Energiekonzepte Deutschland (EKD)-Gruppe haben Insolvenzanträge gestellt. Als vorläufigen Insolvenzverwalter aller sechs Gesellschaften bestellte das zuständige Amtsgericht Leipzig Prof. Dr. Lucas F. Flöther. Flöther beabsichtigt, den Geschäftsbetrieb aller Unternehmen in den vorläufigen Insolvenzverfahren fortzuführen. Die EKD-Gruppe besteht aus sieben Gesellschaften. Die siebte Gesellschaft, ES Energiesysteme GmbH (Edermünde), wird in Kürze ebenfalls Insolvenzantrag stellen. Die Löhne und Gehälter der rund 400 EKD-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.
„Die Geschäftsbetriebe laufen derzeit trotz der Insolvenzanträge weiter“, schilderte Lucas F. Flöther die Situation. „Vorläufige Insolvenzverwaltung und Geschäftsführung beabsichtigen, alle Unternehmen während des gesamten vorläufigen Verfahrens fortzuführen.“ Flöther und sein Team machen sich derzeit in Gesprächen mit dem Management ein Bild der Lage. „Die EKD-Gruppe gehört zu den führenden deutschen Anbietern für intelligentes Energiemanagement, einschließlich der Montage von Solaranlagen, Stromspeichern und Wallboxen. Unser Ziel ist es, die Geschäftsbetriebe und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.“ Prof. Flöther ist Namenspartner der Kanzlei Flöther & Wissing und einer der renommiertesten deutschen Insolvenzverwalter.
In den nächsten Wochen bis zur voraussichtlichen Eröffnung der Insolvenzverfahren am 1. Dezember wird Flöther gemeinsam mit seinem Team die zur Verfügung stehenden Optionen zur Sanierung der EKD-Gruppe prüfen und anschließend in Abstimmung mit den Gläubigern die geeigneten Maßnahmen vorbereiten. Denkbar ist unter anderem eine Investorenlösung.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe wurden bereits heute von der Insolvenzverwaltung über die Insolvenzverfahren und die weiteren Schritte unterrichtet. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat überdies die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes eingeleitet, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter baldmöglichst ihre Löhne und Gehälter ausbezahlt bekommen.
Auslöser der Insolvenzanträge war nach Angaben der EKD-Gruppe, dass die für die Fortführung des Unternehmens erforderliche Finanzierung durch den Investor nicht mehr gesichert werden konnte und weitere Finanzierungsgespräche bisher nicht erfolgreich waren. Neben den rund 400 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind bei der EKD-Gruppe rund 1.000 Menschen im Vertrieb tätig. Hauptsitz der Gruppe ist Leipzig, die Montage- und Vertriebsteams sind bundesweit im Einsatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Vertrieb waren bereits vor der Antragstellung persönlich unterrichtet worden.
Seit der Gründung hat EKD über 45.000 Systeme verkauft. Die laufenden und anstehenden Montage- und Servicetermine sollen zeitnah wieder aufgenommen werden. In Abstimmung mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter wird EKD kurzfristig auf ihre Kundinnen und Kunden zugehen, insbesondere auf diejenigen mit laufenden Projekten. Da die EKD-Kundinnen und -Kunden ihre Zahlungen nach Projektfortschritt leisten, ist nach aktuellem Stand auszugehen, dass die Kunden durch die Insolvenzanträge keine finanziellen Verluste erleiden werden.