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08.04.2026 | | Mitteilung der Pressestelle
Erfurt: Fehlende Zukunftsperspektive für SFS Personalservice GmbH macht Abwicklung unabdingbar

• Eigenständige Fortführung des Personaldienstleisters wegen anhaltender Verluste nicht möglich – geordnetes Herunterfahren des Geschäftsbetriebs in den kommenden Wochen

• Trotz intensiver Verhandlungen kein Investoreneinstieg umsetzbar – Ansprache zahlreicher potenzieller Partner durch Christoph Rothämel vom Erfurter Standort von Schultze & Braun

• Die Belegschaft wurde bereits über die aktuelle Entwicklung und die nächsten Schritte informiert – verbleibenden Mitarbeitenden musste gekündigt werden

Erfurt. Für die SFS Personalservice GmbH, ein seit 2005 bestehender Personaldienstleister aus dem thüringischen Erfurt, wird es trotz aller Bemühungen aller Voraussicht nach keine Fortführungslösung geben. „In den Monaten seit dem Insolvenzantrag haben wir intensiv nach einer Fortführungslösung gesucht und sind dabei so weit gegangen, wie es uns unter den gegebenen Umständen möglich war. Die Ansprache potenzieller Übernehmer und die Verhandlungen mit den Interessenten wurden von Daniel W. Flade und Alexander Riwosch von der eXnet-Gruppe geplant und umgesetzt. Wir haben bis zuletzt mit potenziellen Übernehmern Gespräche für SFS Personalservice geführt, doch leider war trotz aller Bemühungen kein Investoreneinstieg umsetzbar“, sagt Christoph Rothämel von der deutschlandweit aktiven Kanzlei Schultze & Braun, der mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 30. März 2026 als Insolvenzverwalter bestellt worden ist. „Angesichts der weiterhin auflaufenden Verluste im laufenden Geschäftsbetrieb musste ich deshalb die schwere Entscheidung treffen, den Geschäftsbetrieb in den kommenden Wochen kontrolliert herunterzufahren.“ Die laufenden Aufträge werden bis Ende April, soweit dies die Personaldecke erlaubt, weitergeführt – auch, um den Kunden von SFS Personalservice einen reibungslosen Übergang zu einem neuen Personaldienstleister zu ermöglichen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bereits informiert

Die zuletzt knapp 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden bereits über die Entwicklung und die kommenden Schritte informiert. Ihnen musste angesichts der Betriebseinstellung Ende März gekündigt werden. „Ich hätte diesen Schritt gerne vermieden“, sagt Insolvenzverwalter Rothämel. „Trotzdem möchte ich gerne allen Mitarbeitern meinen Dank für die herausfordernden letzten Monate aussprechen. Mit ist bewusst, dass die Situation schwierig und die Enttäuschung groß ist.“

Die SFS Personalservice GmbH hatte im Januar 2026 Insolvenzantrag gestellt, um das Unternehmen wieder auf eine stabile wirtschaftliche Basis zu stellen. Ursache für die wirtschaftliche Schieflage war ein unerwarteter und kurzfristiger Auftragsverlust im Geschäftsbereich des Wach- und Sicherheitsgewerbes bei einem der Hauptkunden des Unternehmens. Die dadurch entstandene Liquiditätslücke konnte nicht schnell genug durch Neuaufträge und Personal- und Restrukturierungsmaßnahmen geschlossen werden. „Die Prüfung der wirtschaftlichen Situation hat bereits kurz nach dem Start des Insolvenzverfahrens gezeigt, dass eine Fortführung des Geschäftsbetriebs nur mit einem Investor möglich ist, der Kapital für die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells mitbringt. Für den Erhalt des Unternehmens in seiner bisherigen Form gibt es keine Chancen mehr, und nur so können wir weitere Verluste für die Gläubiger vermeiden“, sagt Rothämel. Die Aufgabe der Insolvenzverwaltung ist es auch, die Rechte der Gläubiger zu schützen, ihre Verluste so gering wie möglich zu halten und die Insolvenzmasse zu sichern, aus der die Forderungen der Gläubiger befriedigt werden – gerade, wenn ein Unternehmen trotz aller Bemühungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht fortgeführt werden kann.

Über die SFS Personalservice GmbH: Die SFS Personalservice GmbH ist ein seit 2005 bestehender Personaldienstleister mit Sitz in Erfurt. Das Unternehmen deckt ein breites Spektrum der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung ab und stellt Kunden sowohl qualifiziertes Fachpersonal als auch an- oder ungelernte Mitarbeitende zur Verfügung. Seit 2007 bietet die SFS Personalservice GmbH neben der Zeitarbeit auch Sicherheits- und Bewachungsdienstleistungen an. Hierzu gehören Objektbewachung, Pforten- und Empfangsdienste sowie Einsätze mit moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik. In Kooperation mit spezialisierten Partnern kann das Unternehmen zudem Notruf- und Alarmverfolgungsleistungen erbringen. Von Thüringen aus sind die Beschäftigten bundesweit im Einsatz. Erfahrene Personaldisponenten sorgen für eine schnelle Besetzung offener Stellen und betreuen sowohl Kunden als auch Mitarbeitende eng und serviceorientiert.

Über eXnet | das eXperten-netzwerk: Die eXnet-Gruppe, mit Standorten in Chemnitz, Dresden, Leipzig ist eine Beratungsboutique mit Fokus auf Mitteldeutschland, die schwerpunktmäßig in den Bereichen Sanierung/Restrukturierung, Transaktionsberatung/M&A, Corporate Finance sowie darüberhinaus auch in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, sowohl außergerichtlich als auch innerhalb von Insolvenzverfahren, tätig ist. Fachübergreifend werden weitere eXperten mit den höchsten Qualitätsansprüchen aus dem Netzwerk situativ einbezogen. Wir sind für Sie da: verlässlich, persönlich, nah.

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