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Hagen, 10. September 2026. Die Gläubigerinnen und Gläubiger des DRK Kreisverband Hagen haben gestern dem Insolvenzplan des Verbands einstimmig zugestimmt. Damit ist ein wesentlicher Meilenstein im Sanierungsverfahren erreicht: Nach Ablauf der üblichen gesetzlichen Fristen kann das Verfahren voraussichtlich in wenigen Wochen aufgehoben werden. Der Verband ist damit nachhaltig saniert und steht den Menschen in der Region weiterhin mit seinen bewährten Angeboten und Leistungen zur Verfügung.
Der Zustimmung zum Insolvenzplan waren mehrere Monate intensiver Sanierungsarbeit vorausgegangen. In diesem Zuge wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um den Verband wirtschaftlich und organisatorisch zukunftsfähig aufzustellen. Dazu gehörte schweren Herzens auch die Schließung eines Pflegeheims. Für alle dort betreuten Menschen konnte inzwischen ein neuer Platz gefunden werden.
„Die Zustimmung unserer Gläubiger ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in den eingeschlagenen Weg und in die Zukunft unseres Verbands“, erklärt Vorstand Philipp Kohn. „Die vergangenen Monate waren für alle Beteiligten herausfordernd. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun eine tragfähige Perspektive erreicht haben und unsere wichtige Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger in Hagen fortsetzen können.“
Auch Sanierungsexperte Andreas Budnik von der überregional tätigen Insolvenz- und Sanierungskanzlei AndresPartner, der den DRK Hagen als Restrukturierungsbeauftragter begleitet, bewertet das Abstimmungsergebnis als wichtigen Erfolg: „Der Insolvenzplan schafft die Grundlage für die zeitnahe Aufhebung des Verfahrens und damit einen wirtschaftlichen Neustart. Die Sanierung war nur möglich, weil die erforderlichen Maßnahmen konsequent umgesetzt und von allen Beteiligten mitgetragen wurden.“
Die Mitarbeitenden wurden heute über die Zustimmung zum Insolvenzplan und die nächsten Schritte informiert. „Ihnen gilt mein besonderer Dank. Sie haben dem Verband in einer schwierigen Zeit mit großem Engagement, hoher Einsatzbereitschaft und Verlässlichkeit die Treue gehalten und damit wesentlich zum Gelingen der Sanierung beigetragen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und zeugt von der Verbundenheit mit dem DRK Kreisverband Hagen“, so Kohn.
Der Vorstand und das Sanierungsteam danken zugleich allen Gläubigern, dem gerichtlich bestellten Sachwalter Dr. Jan Janßen aus der Kanzlei Görg, dem DRK Landesverband Westfalen-Lippe e.V. sowie weiteren Partnern und Verfahrensbeteiligten. Besonderer Dank geht auch an den Betriebsrat und das DRK-Präsidium, die den gesamten Prozess zu jederzeit unterstützt haben. Ohne ihre Unterstützung und ihren konstruktiven Beitrag wäre die erfolgreiche Sanierung nicht möglich gewesen.
Wichtiger Hinweis: Das Eigenverwaltungsverfahren betrifft ausschließlich den DRK Kreisverband Hagen e. V. Hiervon sind ausdrücklich nicht betroffen alle weiteren Organisationen des DRK, wie Tochtergesellschaften, Ortsvereine und Kreisverbände, Landesverbände und der Bundesverband.
Hintergrund:
Der DRK Kreisverband Hagen e. V. hatte vor dem Hintergrund einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung einen Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Die enormen Personalkosten aufgrund der Tarifsteigerungen sowie die hohe Steigerung der Kosten für Energie, Lebensmittel und Dienstleistungen, bedingt durch die Inflation und den Ukraine-Krieg, konnten in der Folge nicht ausreichend kompensiert werden. Mit diesen Herausforderungen sind derzeit viele Sozialverbände konfrontiert. Die angekündigten massiven Kürzungen der nordrhein-westfälischen Landesregierung im sozialen Bereich trüben die Perspektiven weiter ein.
Weitere Informationen:
Der DRK Kreisverband Hagen ist ein im Jahr 1934 eingetragener Verein mit Sitz in Hagen. Er ist Mitglied des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe e.V. und zu ihm gehören drei DRK-Ortsvereine in der Stadt Hagen. Der Kreisverband ist ein anerkannter Verband der Freien Wohlfahrtspflege. Er setzt sich mit professionellen und ehrenamtlichen Dienstleistungen für eine sozial gerechte Gesellschaft ein. Zu seinen Aufgaben als nationale Hilfsgesellschaft zählen sowohl die Bildungs-, Wohlfahrts- und Sozialarbeit als auch die Förderung des Ehrenamtes und des Jugendrotkreuzes. Aktuell beschäftigt der DRK Kreisverband Hagen rund 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 350 ehrenamtlich Engagierte. Neben den Hauptgeschäftsfeldern der stationären und teilstationären Pflege mit dem Pflegezentrum in der Feithstraße („Karl-Jellinghaus-Zentrum, KJZ“) und die Tagespflege Hohenlimburg (mit 34 Plätzen), bietet der Kreisverband für die Menschen der Region eine Vielzahl weiterer Angebote, darunter Betreutes Wohnen HausNotRuf, Essen auf Rädern, dem neu eröffneten Kleiderladen sowie Erste-Hilfe-Ausbildung, und Katastrophenschutz. Internet: www.drk-kv-hagen.de