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Hofheim am Taunus, 17. April 2026 – Weltmarktführer für Premium-Schneidemaschinen plant Standortverlagerung und Fokussierung auf profitable Produkte – Geschäftsbetrieb soll fortgeführt werden
Die PCT Maschinenbau GmbH (PCT) mit Sitz in Hofheim am Taunus hat beim Amtsgericht Frankfurt am Main am 9. April 2026 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das auf die Herstellung von Schneidemaschinen für die Druckindustrie spezialisierte Unternehmen mit rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern soll im Rahmen des mit Beschluss vom 17. April 2026 eingeleiteten (vorläufigen) Eigenverwaltungsverfahrens saniert werden. Der Geschäftsbetrieb soll trotz des eingeleiteten gerichtlichen Sanierungsverfahrens ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden sind über das Insolvenzgeld für die Dauer von drei Monaten gesichert.
Die PCT Maschinenbau GmbH ist die Produktionsgesellschaft der Gruppe und fertigt Schneidemaschinen für die Druckweiterverarbeitung. Das Unternehmen ist in seinem Segment Weltmarktführer im Premium-Bereich. 2025 wurden im Rahmen einer Transaktion wesentliche Vermögensgegenstände an den Hauptkunden veräußert. PCT agiert seitdem als exklusiver Auftragsfertiger. Aufgrund des weltweiten Kostendrucks wurde zwischenzeitlich entschieden, die chinesische Schwestergesellschaft in Schanghai zum 31. August 2026 zu schließen.
Im Rahmen des eingeleiteten (vorläufigen) Eigenverwaltungsverfahrens sind u. a. eine Standortverlagerung sowie eine Fokussierung auf profitable Produkte „made in Germany" vorgesehen. Sowohl der Betriebsrat als auch der Gesellschafter unterstützen dieses Vorgehen.
Die Eigenverwaltung bietet Unternehmen einen rechtlichen Rahmen, um sich bei laufendem Geschäftsbetrieb in enger Abstimmung mit den Gläubigern neu aufzustellen. Im Unterschied zu einem regulären Insolvenzverfahren bleibt dabei die unternehmerische Verantwortung in den Händen der Geschäftsführung, welche die Sanierung selbst steuert. Das Insolvenzrecht erlaubt dies in Fällen, in denen Unternehmen bei wirtschaftlichen Problemen frühzeitig selbst tätig werden und genügend Handlungsspielraum für eine Lösung besteht. Beides ist bei der PCT Maschinenbau GmbH der Fall.
„Unser Ziel ist es, das Unternehmen zu sanieren und zukunftsfähig aufzustellen. Mit dem Eigenverwaltungsverfahren haben wir die Möglichkeit, die erforderlichen Maßnahmen umzusetzen“, erläutert Geschäftsführer Yorck H. Richter, der auf eine fast 25-jährige Erfahrung als Sanierer und Restrukturierer in Regelverfahren und Eigenverwaltungen zurückgreifen kann.
Ein Team der Kanzlei GRUB BRUGGER Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB wird die PCT Maschinenbau GmbH im Zuge des Eigenverwaltungsverfahrens begleiten. Der erfahrene Sanierungsexperte Rechtsanwalt Martin Mucha ist für die Dauer des Verfahrens als Generalbevollmächtigter in das Unternehmen eingetreten und unterstützt zusammen mit seinem Team die Geschäftsführung bei der Restrukturierung. Die betriebswirtschaftliche Beratung erfolgt durch Bachert & Partner. Als vorläufige Sachwalterin wurde Rechtsanwältin Julia Kappel-Gnirs von der Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm bestellt. Diese überwacht das Verfahren im Interesse der Gläubiger.
Über PCT Maschinenbau GmbH
Die PCT Maschinenbau GmbH mit Sitz in Hofheim am Taunus ist Weltmarktführer im Premium-Segment für Schneidemaschinen in der Druckindustrie. Mit rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern produziert das Unternehmen hochwertige Maschinen für den internationalen Markt.
Über GRUB BRUGGER
Seit über sechs Jahrzehnten agiert GRUB BRUGGER national und international, derzeit mit Standorten in Stuttgart, Frankfurt am Main, München und Freiburg. Seit der Gründung 1965 hat sich die Kanzlei konsequent auf das Insolvenz-, Sanierungs- und Wirtschaftsrecht ausgerichtet. Die Beratung von Unternehmen in der Krise und deren Gläubigern, die Insolvenzverwaltung sowie die Zusammenarbeit mit Finanzinvestoren und Kreditinstituten haben das Profil von GRUB BRUGGER maßgeblich geprägt. GRUB BRUGGER ist eine vielfach seit Jahren in der Fach- und Wirtschaftspresse ausgezeichnete Kanzlei und gehört deutschlandweit zu den führenden Adressen in der Insolvenz- und Sanierungsberatung sowie in der Insolvenz- und Eigenverwaltung. Mehr unter www.grub-brugger.de
Martin Mucha ist Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht, Partner der Kanzlei GRUB BRUGGER und laut JUVE-Handbuch Wirtschaftskanzleien 2025/2026 wiederholt einer der führenden Namen in der Insolvenzverwaltung in Deutschland. Ebenfalls wurde Martin Mucha zuletzt im Ranking der Wirtschafts-Woche unter den renommiertesten Anwälten für Restrukturierung aufgeführt. Die Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht und Sanierung hat Martin Mucha im Jahr 2023 den Award „Eigenverwalter/in des Jahres“ verliehen. Das Handelsblatt hat Martin Mucha im gleichen Jahr zum Anwalt des Jahres im Bereich Restrukturierung und Insolvenzrecht ausgezeichnet. Martin Mucha ist u. a. Mitglied im Gravenbrucher Kreis und im Fachausschuss für Insolvenzrecht der Bunderechtsanwaltskammer (BRAK).
Über Bachert & Partner
B&P berät Beratung von Unternehmen in Krisensituationen und ist einer der Marktführer im süddeutschen Raum. Mit über 60 Mitarbeitern an fünf Standorten in Deutschland und Österreich vereint B&P betriebswirtschaftlichen und produktionstechnischen Sachverstand und Erfahrung unter einem Dach. B&P unterstützt mittelständisch geprägte Unternehmen in den Bereichen M&A/Transaktionsmanagement, Restrukturierung/Transformation und in insolvenznahen Themenstellungen. Helge Hoffmann ist bereits seit fast 20 Jahren als Partner bei Bachert & Partner für die Erarbeitung und Umsetzung anspruchsvoller Restrukturierungskonzepte verantwortlich. Durch seine Tätigkeiten verfügt Herr Hoffmann über umfangreiche Expertise in der Analyse insolvenznaher Sanierungskonzepte sowie in der Bewertung und Umsetzung von Insolvenzplänen.
Über hww hermann wienberg wilhelm
hww hermann wienberg wilhelm ist ein auf Rechtsberatung, Restrukturierung und gerichtliche Sanierungsverfahren spezialisierter Dienstleister. Mit rund 200 Mitarbeitenden ist hww an mehr als 20 Standorten in Deutschland vertreten und verfügt über ein eigenes internationales Netzwerk. hww Rechtsanwälte waren bundesweit bereits in tausenden Verfahren und Restrukturierungsprojekten tätig.
Julia Kappel-Gnirs ist Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht, Partnerin bei hww und hat langjährige Erfahrungen in der Restrukturierung von Unternehmen, auch in komplexen Konzernstrukturen. Sie wurde wiederholt genannt und mehrfach ausgezeichnet von Wirtschafts- und Fachmedien als Restrukturierungs- und Insolvenzexpertin. Weitere Informationen unter: www.hww.eu