Pressemitteilungen
• Ziel des Verfahrens ist es, die Marktrückgänge zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen
• himolla setzt alle Aufträge wie geplant um und bleibt zuverlässiger Partner für den Möbelfachhandel
• Bisherige Restrukturierungsmaßnahmen konnten Umsatzeinbußen und entsprechende Verluste nicht auffangen
Taufkirchen / Landshut, 26. Juni 2026
Die Geschäftsführung der in Taufkirchen ansässigen himolla Polstermöbel GmbH hat ein Schutzschirmverfahren beantragt.
„Ziel des Verfahrens ist es, die Marktrückgänge zu bewältigen und unsere Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen“, erklärt der insbesondere für den Vertrieb zuständige Geschäftsführer von himolla, Dr. Manfred Ziegler. „Alle Aufträge setzen wir wie geplant um und bleiben ein zuverlässiger Partner für den Möbelfachhandel, der als zentraler Vertriebskanal unsere Lebensader ist.“
„Unter dem Schutzschirm haben wir die Zeit und den rechtlichen Schutz, uns neu aufzustellen. Die Geschäftsführung bleibt uneingeschränkt handlungsfähig“, ergänzt der insolvenzerfahrene Restrukturierungsfachmann Tillmann Peeters von FalkenSteg. Er verstärkt die Unternehmensführung während des Verfahrens als weiterer Sanierungsgeschäftsführer. Darüber hinaus berät ein Team um Dr. Thomas Reissmann von DMR Legal die Geschäftsführung insolvenzrechtlich.
Tochterunternehmen und Standorte in Polen, Rumänien, der Slowakei und Ungarn sind von dem in Landshut und für Deutschland beantragten Verfahren nicht unmittelbar betroffen. Für sie wurde keine Insolvenzanträge gestellt.
Der Antrag war geboten, da die Möbelindustrie europaweit mit schwacher Konsumlaune, stockender Bautätigkeit und preisaggressiver Wettbewerb aus Niedriglohnländern kämpft. In den zurückliegenden Jahren konnte himolla mit seinen starken Marken, hochwertigen Produkten und einem hochmotiviertem Team seine Marktanteile bei deutlich rückläufigen Umsätzen stabil halten. Gleichwohl konnten mit den bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen die Umsatzeinbußen und entsprechende Verluste nicht aufgefangen werden.
Die Belegschaft wurde bereits darüber informiert, dass ihre Löhne und Gehälter für die Monate Juni, Juli und August 2026 über sogenanntes Insolvenzgeld als Sanierungsbeitrag aus Mitteln der Arbeitsagentur sichergestellt werden.
Zu himolla
Die 1947 in Taufkirchen gründete himolla-Gruppe zählt zu den etablierten Polstermöbelherstellern in Deutschland und ist insbesondere im Segment komfortorientierter Sitzmöbel positioniert.
Das Produktprogramm reicht von Sofas und Wohnlandschaften über Relax-Sessel und Funktionsgarnituren bis zu Schlafsofas, die individuell konfiguriert werden können. Im Handel steht himolla für ein eher gehobenes, aber breites Mittelfeld-Segment mit hoher Fertigungstiefe und vielen Funktionen. Neben der Kernmarke himolla werden weitere Marken bzw. Programme bedient, um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen – von klassisch-komfortorientierten bis hin zu moderneren Designlinien.
Der Absatz erfolgt primär über den Möbelhandel im In- und Ausland. Wichtige Märkte sind neben Deutschland vor allem Europa sowie ausgewählte Exportmärkte.
Mit über 2.000 Beschäftigten erwirtschaftete die Gruppe zuletzt einen Jahresumsatz von knapp 190 Millionen Euro. In Taukirchen sind rund 830 Mitarbeitende beschäftigt.
Über FalkenSteg
Falkensteg ist eine spezialisierte Transformationsberatung, die die Lücke zwischen Strategie und Umsetzung schließt und sich konsequent auf messbare Ergebnisse fokussiert. Vier eng verzahnte Geschäftsbereiche Corporate Finance & Strategic Transactions, Restructuring & Performance Improvement, Operations & Supply Chain sowie Real Estate & Asset Advisory begleiten Kunden in ihren Transformationsprozessen und realisieren Werte. Mit klarer Ausrichtung auf das Kerngeschäft, der Konzentration auf wirkungsstarke Hebel sowie hoher Umsetzungsgeschwindigkeit erzielt Falkensteg schnell sichtbare Resultate. Der Beratungsspezialist berät mittelständische Industrieunternehmen, Industriegruppen und Holdings, Private-Equity-Investoren, Insolvenzverwalter, Banken und Finanzierer sowie Immobiliengesellschaften und Projektentwickler. Das FalkenSteg-Team ist bundesweit aufgestellt und besteht aus mehr als 130 Experten.
Über DMR Legal
DMR Legal ist eine hochspezialisierte Wirtschaftsboutique mit klarem Fokus auf Restrukturierung, Finanzierung und Prozessführung. Als strategischer Partner berät die Kanzlei nationale und internationale Unternehmen, Finanzinstitute, Gesellschafter und Investoren bei der Bewältigung komplexer wirtschaftlicher Herausforderungen, insbesondere in Krisensituationen. Das Team von DMR Legal verbindet langjährige Erfahrung aus internationalen Wirtschaftskanzleien mit der Effizienz und dem unternehmerischen Ansatz einer Boutique.