Pressemitteilungen

10.04.2024 | | Mitteilung der Pressestelle
ROMBACH BEGLEITET EUROPAS GRÖSSTEN HOPFENBAUER DURCH DIE SANIERUNG

FINANZIELLE SCHIEFLAGE WAR DEM STARKEN PREISAUFTRIEB AUF ALLEN EBENEN SOWIE METEOROLOGISCHEN EINFLÜSSEN GESCHULDET

RECHTZEITIGES HANDELN ERMÖGLICHTE EINE AUSSERGERICHTLICHE NEUSTRUKTURIERUNG UNTER EINBEZUG EINES INVESTORS

SANIERUNG FAND UNTER ZEITDRUCK STATT, DA DIE ERNTE 2024 FINANZIELL ABGESICHERT WERDEN MUSSTE.

SANIERUNGSERFOLG ALS ERGEBNIS EINER OFFENEN, VERTRAUENSVOLLEN ZUSAMMENARBEIT ALLER BETEILIGTEN

Pförring in der Hallertau, März 2024 – In wohl keinem anderen Land wird Bier stärker als Kulturgut wahrgenommen als in Deutschland. Dementsprechend emotional und öffentlichkeitswirksam waren die Reaktionen, als Europas größter Hopfenbauer, der Hopfenbaubetrieb Schlagenhaufer mit 286 ha Hopfengärten und 16 ha Ackerland, aufgrund multipler Gründe in finanzielle Schieflage geriet.

Federführend begleitet wurde die Sanierung durch André Rombach Partner bei Rombach Rechtsanwälte. Zum Team gehörten neben der Kanzlei ROMBACH, vertreten durch RA André Rombach (Partner und Experte für Sanierung & Restrukturierung) und RA Thomas Jahn, auch der M&A-Berater Christian Müller der CorpEq GmbH & Co. KG sowie die rwb Revisions- und Wirtschaftsberatungs-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dass für eine erfolgreiche Sanierung sprichwörtlich rund um die Uhr gearbeitet werden musste, verdeutlichen folgende Rahmendaten:

• Seit dem Jahr 2020 hält ein starker Auftrieb der landwirtschaftlichen Erzeuger- und Betriebsmittelpreise an. Neben den Erzeugerpreisen stiegen auch die Betriebsmittelpreise. Dieser Preisauftrieb hielt auch im Wirtschaftsjahr 2022/23 weiter an. Die Preise für Düngemittel haben sich verdoppelt. Weitere Preistreiber waren Energie und Futtermittel.

• Aufgrund verschiedener Wetterereignisse wie Hagel und Dürre wurden die Erträge nicht wie geplant erwirtschaftet. Dies führte zu geringeren Erntemengen - und im Ergebnis aufgrund der Kontrakte zu geringerem Freihopfen. Mit 41.234 Tonnen Hopfen (Quelle: HVG e.G.) war die Ernte 2023 in Deutschland die zweite schlechte Ernte in Folge.

Folglich war es dringend notwendig, die Erntesaison 2024 finanziell abzusichern. Rechtsanwalt André Rombach fasst rückblickend die Situation so zusammen: „Wir befanden uns in einer außergewöhnlich schwierigen Situation, vor allem zeitlich gesehen. Alle wussten, dass bis Ende Februar eine Entscheidung vorliegen musste. Die gesamte Neufinanzierung inklusive der Erntevorfinanzierung für das Jahr 2024 musste bis Ende Februar stehen, damit die Arbeiten an den Hopfengärten beginnen konnten. Ansonsten wäre die Hopfenernte im Jahr 2024 nicht möglich gewesen.“

Die Grundlage für die vorliegende Sanierung lieferte das Team um Wirtschaftsprüfer Dr. Stefan Kilian durch die Anfertigung eines Sanierungsgutachten. Die auf das Agribusiness spezialisierten Berater konnten durch die betriebswirtschaftliche Aufarbeitung die für die Beteiligten notwendige Klarheit über die Ausgangslage liefern. Dazu Dr. Stefan Kilian: „Mit dem Sanierungsgutachten war der Grundstein gelegt, um gemeinsam Lösungsansätze zu finden.“

Im Zuge der außergerichtlichen Neustrukturierung der Finanzierungen unter Einbezug eines Investors konnte letztlich die Krise bei Europas größtem Hopfenbauer überwunden werden. M&A-Berater Christian Müller zum Sanierungserfolg: „Entscheidend für den gemeinsamen Erfolg war die sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit. Alle Beteiligten haben ein gemeinsames Ziel verfolgt. Gemeinschaftlich konnten wir für alle Beteiligten ein sehr gutes Ergebnis erzielen.“

Auch Sanierungsexperte André Rombach sieht die geglückte Sanierung, inkl. Investorenlösung in erster Linie als Ergebnis des gelungenen Teamworks: „Ohne die gute und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten war die Neufinanzierung und der Einstieg eines Investors nicht möglich.“ Rombach ist optimistisch, dass die letzten Bedingungen für das Closing zeitnah eintreten werden.

So kann heute gesagt werden: Beim Hopfenbaubetrieb Schlagenhaufer sind Hopfen und Malz längst nicht verloren. Die Vorbereitungsarbeiten für die Ernte 2024 laufen auf Hochtouren. Begleitend zur Pressemitteilung beachten Sie bitte auch den Beitrag des Bayerischer Rundfunks (BR) „Kurz vor der Pleite: Krise bei Deutschlands größtem Hopfenbauer“

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