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Die zur Hydraulik Nord Group gehörenden Unternehmen KMF Kemptener Maschinenfabrik GmbH und Buck GmbH stellen ihre Weichen für eine umfassende Sanierung im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens. Angesichts eines deutlich gestiegenen Liquiditätsbedarfs haben die Gesellschaften beim Amtsgericht Kempten beziehungsweise beim Amtsgericht Ravensburg entsprechende Anträge gestellt, um ihre Strukturen an ein schwieriger gewordenes Marktumfeld anzupassen. Andere Unternehmen der HN Holding Gruppe sind von den Verfahren nicht betroffen.
Ziel der Verfahren ist es, die KMF und die Buck umfassend zu restrukturieren und für die Zukunft solide aufzustellen. Der bereits vor der Insolvenzantragstellung eingeleitete Investorenprozess wird nunmehr kurzfristig wieder aufgenommen. Während des vorläufigen Verfahrens soll der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortgeführt werden, sämtliche Liefer- und Leistungsbeziehungen bleiben bestehen. Die Löhne der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für die nächsten drei Monate gesichert. KMF beschäftigt rund 200 und Buck 50 Mitarbeitende.
Der Maschinenbauer KMF entwickelt und produziert Lösungen für die Land- und Baumaschinenindustrie und Motornebenantriebe für Nutzfahrzeuge sowie kundenspezifische hydraulische Baugruppen. Das 1961 gegründete Unternehmen Buck ist auf präzise Zerspanungstechnik spezialisiert und fertigt Maschinenbauteile für Werkzeugmaschinen, Elektro- und Verbrennungsmotoren, Getriebe, Hydraulikkomponenten und Baumaschinen.
Auslöser der Verfahren sind massive Umsatzeinbrüche, kurzfristige Auftragsstornierungen sowie eine hohe Fixkostenbasis, die insbesondere bei KMF zu operativen Problemen geführt haben. Trotz liquiditätswirksamer Unterstützung durch die HN Holding gelang es in den vergangenen zwölf Monaten nicht, die erforderliche Verbesserung von Ergebnis und Liquidität zu erreichen. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Hauptgesellschafterin veranlasst, den Sanierungsweg in der Eigenverwaltung zu eröffnen, um den langfristigen Erhalt der beiden Standorte zu sichern.
Die Eigenverwaltung wird von Falkensteg mit den Partnern Rechtsanwalt Tillmann Peeters und Maximilian Schneider als Generalbevollmächtigte begleitet. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht Kempten im Verfahren der KMF Henrik Brandenburg (Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen) und das Amtsgericht Ravensburg im Buck-Verfahren Dr. Volker v. Danckelmann (Kanzlei SGP Schneider Geiwitz Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte PartGmbB).
„Wir haben in den ersten Gesprächen mit unseren Kunden und Lieferanten positive und konstruktive Resonanz zum nun eingeschlagenen Sanierungsweg erhalten. Das werten wir als wichtiges Signal dafür, dass die industrielle Substanz beider Unternehmen intakt ist und eine Fortführung bei Nutzung von Restrukturierungspotentialen realistische Chancen besitzt“, erklärt Projektleiter Maximilian Schneider.