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02.03.2026 | | Mitteilung der Pressestelle
Technologie-Startup sun-X GmbH wird saniert

• Überraschender Rückzug von Investoren führt zu Liquiditätsengpass im laufenden Geschäftsbetrieb

• Vorläufiger Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne prüft Fortführungsperspektiven und Investorenlösung

• Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter

Fraunberg/Landshut, 2. März 2026. Die sun-X GmbH, ein innovatives Technologieunternehmen aus dem oberbayerischen Fraunberg, hat beim zuständigen Amtsgericht Landshut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht gab dem Antrag statt und bestellte Rechtsanwalt Marc-André Kuhne von der Kanzlei dkr kuhne dr. raith zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Gemeinsam mit seinem Team hat der Sanierungsexperte bereits damit begonnen, die wirtschaftliche Lage des Spezialisten für Solarreinigung zu analysieren und Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten aufzunehmen.

Innovative Sensortechnik für Photovoltaik-Markt

Das im Jahr 2020 gegründete Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Systemen zur Effizienzsteigerung von Photovoltaikanlagen spezialisiert. Die sunrail von sun-X ist ein patentiertes Schienensystem, das einfach an nahezu jede Solaranlage montiert werden kann. Die Besonderheit liegt darin, dass der Roboter nicht dauerhaft auf der Anlage verbleibt, sondern nur bei Servicebedarf auf die Schiene gesetzt wird. Dadurch bleibt die Technik flexibel einsetzbar. „Wir haben ein motiviertes Team mit herausragendem Know-how und echter Expertise. Wir denken als Einheit denkt, handeln gemeinsam und halten zusammen“, sagt Geschäftsführer Pascal Liebold.

Kern des neuen Portfolios ist ein Verschmutzungssensor, der den Grad der Ablagerungen auf Moduloberflächen präzise erfasst und die Daten über eine Cloud-Plattform auswertet. „Die sun-X GmbH verfügt über eine technologisch hochinteressante Lösung für ein zentrales Problem der Erneuerbaren Energien. Die Verschmutzung von Solarmodulen führt weltweit zu massiven Ertragseinbußen, weshalb die Nachfrage nach automatisierten Überwachungslösungen stetig wächst“, erläutert der vorläufige Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne. Ursprünglich war der Markteintritt der neuen Sensorgeneration für das Jahr 2026 geplant.

Finanzierungsstopp führt zur Schieflage

Trotz der vielversprechenden Marktposition und eines laufenden Geschäftsbetriebs geriet sun-X in eine existenzbedrohende Krise, nachdem Anfang des Jahres ein Hauptdarlehensgeber sowie ein weiterer Investor überraschend den Stopp bereits zugesagter Finanzmittel erklärten. Da sich das Unternehmen primär in der kostenintensiven Forschungs- und Entwicklungsphase befindet und aktuell noch keine ausreichenden Eigenlöse erwirtschaftet, war die Fortführung ohne externe Mittel nicht mehr möglich. „Die wirtschaftliche Krise wurde durch externe Faktoren ausgelöst, die das Unternehmen trotz einer soliden technologischen Basis unvorbereitet getroffen haben. Mein Ziel ist es nun, den Geschäftsbetrieb stabil zu halten und eine langfristige Lösung für die sieben betroffenen Mitarbeiter und den Standort zu finden“, so Kuhne weiter.

Gute Chancen für eine Investorenlösung

Der Geschäftsbetrieb der sun-X GmbH läuft derzeit unverändert weiter. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind für die kommenden Monate durch das Insolvenzgeld gesichert. In den nächsten Wochen wird der vorläufige Insolvenzverwalter Kuhne einen strukturierten Investorenprozess einleiten, um einen strategischen Partner für die Finalisierung der Produktentwicklung und den geplanten Markteintritt zu finden. „Wir sehen durchaus reale Chancen für eine übertragende Sanierung. Die vorhandenen Patente, das Know-how der Belegschaft und die internationale Ausrichtung durch bestehende Kooperationen machen sun-X zu einem attraktiven Ziel für Investoren aus dem Cleantech-Sektor“, zeigt sich Marc-André Kuhne zuversichtlich.

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