Pressemitteilungen
• Neu gegründete Oberland Safety Systems GmbH übernimmt den Geschäftsbetrieb
• Alle 29 Arbeitsplätze sowie der Standort in Peiting bleiben vollständig erhalten
• Insolvenzverwalter Dr. Robert Hänel von Anchor Rechtsanwälte zeigt sich erfreut über die gelungene übertragende Sanierung
Peiting/Weilheim, 02. November 2026. Das Peitinger Traditionsunternehmen „Stahlbau Kaiser“ ist gerettet und hat eine gesicherte Zukunftsperspektive. Im Rahmen einer übertragenden Sanierung konnte der Geschäftsbetrieb der auf Brückengeländer und Lärmschutzwände spezialisiert ist, an einen neuen Eigentümer veräußert werden. Käuferin ist die neu gegründete Oberland Safety Systems GmbH, hinter der mit Herrn Ludwig Ostler ein ausgewiesener Kenner der Branche steht. Zeitgleich mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Oktober 2026 wurde auch der Unternehmenskaufvertrag unterzeichnet.
Bedingung für den endgültigen Vollzug der Transaktion war die Veräußerung des Betriebsgrundstücks in der Hauser Straße in Peiting, die nunmehr erfolgreich beurkundet werden konnte. Durch diese Sanierungslösung bleiben sowohl der traditionsreiche Standort in der Region als auch sämtliche 29 Arbeitsplätze erhalten. „Ich freue mich, dass uns in kurzer Zeit eine Sanierung gelungen ist und wir das Unternehmen in erfahrene Hände übergeben können. Dass alle 29 Arbeitsplätze erhalten bleiben und der Betrieb am Standort Peiting weitergeht, ist ein großartiger Erfolg“, erklärt Insolvenzverwalter Dr. Robert Hänel.
Über 100-jährige Geschichte und Marktführerschaft bei Brückengeländern
Das Unternehmen Stahlbau Kaiser blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück und ist tief in der Region verwurzelt. Gegründet wurde der Betrieb bereits im Jahr 1914 vom Großvater des bisherigen Inhabers Markus Kaiser als kleine Schlosserei im Peitinger Ortszentrum. Der heute 82-jährige Markus Kaiser übernahm das Geschäft im Jahr 1972 von seinem Vater und baute es kontinuierlich aus. Im Unternehmen werden Stahlgeländer für Brücken geplant, konstruiert und gefertigt. Das breite Sortiment umfasst sowohl Standardgeländer als auch individuell gefertigte Sondergeländer sowie spezialisierte Geländer nach den strengen Vorschriften der Deutschen Bahn (DB) und der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Darüber hinaus stellt das Unternehmen Lärmschutzwände und Berührungsschutz her. Mit seiner Spezialisierung auf Brückengeländer und Lärmschutzwände hat sich der Betrieb in der Branche einen hervorragenden Namen gemacht: Stahlbau Kaiser ist nach eigenen Angaben Marktführer in diesem Segment und rüstet pro Jahr rund 400 Brücken in ganz Deutschland mit Geländern aus.
Stabile Betriebsfortführung als Basis für die erfolgreiche Sanierung
Ein entscheidender Faktor für die nun gelungene Rettung war, dass der Geschäftsbetrieb nach der Bestellung von Dr. Hänel zum vorläufigen Insolvenzverwalter am 10. Juli 2026 durchgehend stabilisiert und fortgeführt werden konnte: „Bereits zu Beginn des vorläufigen Verfahrens war eine hohe Kooperationsbereitschaft bei der Belegschaft und auch auf Kundenseite erkennbar. Daher waren wir zuversichtlich, bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine tragfähige Fortführungslösung zu realisieren, was durch den jetzigen Verkauf an die Oberland Safety Systems GmbH gelungen ist“, betont Insolvenzverwalter Dr. Robert Hänel. Mit dem Erwerber Ludwig Ostler übernimmt ein profilierter Experte das Ruder: Ostler ist zertifizierter Sanierungs- und Restrukturierungsberater und blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Führung von Unternehmen in der Maschinenbau- und Rüstungsbranche zurück. “Ich freue mich auf die neue Aufgabe, möchte mich an der Stelle bei allen treuen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten bedanken. Oberland Safety Systems wird mit dem tiefgehenden Wissen der bestehenden Mannschaft gestärkt in die Zukunft gehen und über die nächsten Jahre konsequent am Standort Peiting investieren und das Portfolio erweitern“ so der neue geschäftsführende Gesellschafter Ludwig Ostler.
Team Anchor:
Dr. Robert Hänel, Insolvenzverwalter
Julia Schlegel, Wirtschaftsjuristin