Pressemitteilungen

10.03.2026 | | Mitteilung der Pressestelle
Werbeartikelhersteller SENATOR GmbH stellt Insolvenzantrag – Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter

Groß-Bieberau, 09.03.2026

Die SENATOR GmbH hat beim zuständigen Amtsgericht Darmstadt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht hat Rechtsanwältin Julia Kappel-Gnirs, hww hermann wienberg wilhelm, Frankfurt am Main, zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt.

Der Geschäftsbetrieb des traditionsreichen Herstellers von Werbeschreibgeräten und personalisierten Werbeartikeln läuft unverändert weiter. Produktion, Druck, Auftragsbearbeitung und Auslieferung erfolgen planmäßig. Neue Aufträge werden weiterhin angenommen und zuverlässig umgesetzt.

Die Ursachen der wirtschaftlichen Situation liegen vor allem in einer strukturell zu hohen Kostenbasis bei gleichzeitig stark konjunkturabhängigem Werbemittelgeschäft. „Unser Markt reagiert sehr sensibel auf wirtschaftliche Schwankungen, da Unternehmen in schwierigen Zeiten häufig zuerst ihre Marketingbudgets reduzieren“, sagt Geschäftsführer Daniel Jeschonowski.

Ziel des nun eingeleiteten Verfahrens ist es, die Kostenstruktur des Unternehmens zügig anzupassen und SENATOR langfristig stabil aufzustellen. „Die notwendigen Anpassungen auf der Kostenseite lassen sich hierbei mit den insolvenzrechtlichen Sanierungstools klarer und deutlich schneller umsetzen“, ergänzt die vorläufige Insolvenzverwalterin Kappel-Gnirs.

Die SENATOR GmbH blickt auf eine mehr als 100-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Das Unternehmen wurde 1920 gegründet und hat seinen Sitz in Groß-Bieberau in Südhessen. Heute beschäftigt SENATOR dort rund 150 Mitarbeiter, hinzu kommen etwa 60 weitere Mitarbeiter an internationalen Standorten, unter anderem in Großbritannien und Frankreich. SENATOR ist spezialisiert auf die Herstellung und Personalisierung von Werbeschreibgeräten sowie auf den Druck von Markenbotschaften und Firmenlogos auf Werbeartikeln. Die Kunststoffkugelschreiber werden vollständig mit Ökostrom und ausschließlich in Deutschland produziert.

Geschäftsführung und vorläufige Insolvenzverwalterin arbeiten gemeinsam daran, den Geschäftsbetrieb weiter zu stabilisieren und eine nachhaltige Zukunft für das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu sichern.

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