Pressemitteilungen
• LILIOM-Betreiber übernehmen das Thalia-Kino sowie die zugehörige Gastronomie
• Sämtliche Arbeitsplätze der betroffenen Betriebsteile bleiben erhalten
• Insolvenzverwalter Christian Plail erzielt nachhaltige Sanierungslösung für den wichtigen Kulturstandort
Das traditionsreiche Thalia-Kino am Obstmarkt hat eine langfristige Zukunftsperspektive. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens der ARB Kino GmbH ist es dem Insolvenzverwalter Christian Plail von SGP Schneider Geiwitz Restrukturierung gelungen, einen idealen Partner für die Übernahme zu finden. Mit den Betreibern des Augsburger LILIOM Kinos – Bergauer & Hehl KG wurde ein Kaufvertrag zum Fortbestand des Thalia-Kinos sowie die Gastronomie im selben Gebäude abgeschlossen. Übergabestichtag ist der 01. März 2026. Der Gläubigerausschuss hat dieser Vereinbarung heute zugestimmt. Besonders erfreulich für die Belegschaft ist, dass im Zuge dieser Lösung alle Mitarbeiter vom neuen Käufer übernommen werden.
Fortführung des Kulturbetriebs und der Gastronomie
Die neuen Eigentümer setzen auf Kontinuität und Qualität. „Das Thalia ist ein beliebtes Traditionskino, der Standort ist hervorragend und es gibt eine treue uns große Stammkundschaft, auf die wir uns sehr freuen“, erklären die beiden Lilium-Betreiber Daniela Bergauer und Michael Hehl. Die gastronomischen Flachen im Gebäude werden unterverpachtet. Während der Übergangsphase läuft der Betrieb sowohl im Kino als auch in der Gastronomie uneingeschränkt weiter, sodass die Besucher keinerlei Beeinträchtigungen befürchten müssen. Die Käufer betonen: „Wir wollen auch im Thalia-Kino weiterhin ein hochwertiges Programm anbieten und freuen uns sehr auf diese neue Aufgabe im Herzen der Stadt.“
Tragfähiges Modell für die Zukunft
Der Weg zur Rettung des Kinos war intensiv. „Wir sind sehr froh über diese Lösung, da die Zukunft für diesen wichtigen Kulturstandort geebnet werden konnte “, sagt der Insolvenzverwalter Christian Plail. Die Übernahme durch erfahrene Kinobetreiber aus der Region galt als Ideallösung für das Verfahren. „Wir haben ein tragfähiges Modell für die Zukunft gefunden. Durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, vom Team vor Ort bis zu den Partnern, konnte der Betrieb während des gesamten Verfahrens immer aufrechterhalten werden“, so Plail weiter. Das sei auch dem großen Einsatz der Belegschaft zu verdanken.
Ein kulturelles Wahrzeichen mit bewegter Geschichte
Die Rettung ist für die Stadt Augsburg von hoher Bedeutung, da das Thalia zu den ältesten stationären Lichtspielhäusern Bayerns zählt. Seine Wurzeln reichen bis in das Jahr 1907 zurück, als der einstige Konzertsaal des „Café National“ zum „Thalia-Theater mit Kinematograph“ umgewandelt wurde. Über Jahrzehnte prägte das Haus die Entwicklung vom Stummfilm bis zur digitalen Projektion und wurde so zu einem tief in der Stadtgesellschaft verankerten Wahrzeichen.
Strategische Neuausrichtung unter neuer Führung
Mit dem Einstieg der LILIOM-Betreiber wird nun ein neues Kapitel in der über 100-jährigen Geschichte des Hauses aufgeschlagen. Die Expertise der neuen Eigentümer im Programmkino-Bereich soll sicherstellen, dass das Thalia seine Rolle als anspruchsvoller Treffpunkt für Filmbegeisterte behält und gleichzeitig wirtschaftlich stabilisiert wird.