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18.05.2021 | Heidland Werres Diederichs Rechtsanwälte | Mitteilung der Pressestelle
HWD: Strukturierter Investorenprozess für KIEL Industrial Services AG

Strukturierter Investorenprozess für KIEL Industrial Services AG aufgesetzt
1. Geschäftsbetrieb der Unternehmensgruppe wird fortgeführt
2. Dr. Jörg Gollnick von HWD vorläufiger Insolvenzverwalter
3. Erste potenzielle Investoren bekunden ernsthaftes Interesse

Köln/Wesseling, 17. Mai 2021

Angesichts erster ernsthafter Interessenbekundungen potenzieller Investoren hat der vorläufige Insolvenzverwalter der KIEL Industrial Services AG, Dr. Jörg Gollnick von Heidland Werres Diederichs Rechtsanwälte (HWD), kurzfristig einen Investorenprozess für die Unternehmensgruppe aufgesetzt. Die unabhängige und inhabergeführte Beratungsgesellschaft Montag & Montag wurde beauftragt, dieses Bieterverfahren zu strukturieren und umzusetzen.

KIEL Industrial Services ist spezialisiert auf die Instandhaltung von industriellen Rohrleitungen in der Chemiebranche, bei Raffinerien und Energieversorgern. Die gesamte Unternehmensgruppe erwirtschaftete zuletzt mit knapp 1.200 Mitarbeitenden und durchschnittlich 750 Zeitarbeitenden einen Jahresumsatz von rund 142 Millionen Euro.

„In einer gemeinsamen Anstrengung ist es uns seit Ende April 2021 innerhalb weniger Tage gelungen, den Geschäftsbetrieb stabil aufrecht zu erhalten“, so Gollnick von der Wirtschaftskanzlei HWD, die auf privates Baurecht, Unternehmenssanierungen und Insolvenzverfahren spezialisiert ist. „Damit haben wir schon in den ersten Tagen des Sanierungsverfahrens eine bedeutende Grundlage geschaffen, die Unternehmensgruppe fortzuführen, sie mit den Mittel der Insolvenzordnung zukunftsfähig aufstellen und den wirtschaftlichen Erfolg mit Investoren zu sichern“.
Löhne und Gehälter der Beschäftigten in den insolventen Gesellschaften sind vorfinanziert. Ab Anfang Juli 2021, nach der derzeit erwarteten Eröffnung der Insolvenzverfahren, arbeiten diese Unternehmen plangemäß wieder unter Vollkosten und bezahlen vertragsgemäß alle Mitarbeiter, die sie beschäftigen, wieder aus eigener Kraft.

Der Vorstand der KIEL Industrial Services AG hatte Ende April 2021 beim zuständigen Amtsgericht in Köln Antrag auf Eröffnung eines Regelinsolvenzverfahrens für die Holdinggesellschaft sowie die Kiel Montagebau GmbH, zwischenzeitlich auch für weitere Gesellschaften der Unternehmensgruppe, gestellt.
Im Zuge der Maßnahmen, die weltweite Pandemie zu bekämpfen, waren Aufträge und Umsätze zurückgegangen. Trotz der ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen verzeichnet die Gruppe in der dritten Welle insgesamt außergewöhnliche Ertrags- und Liquiditätseinbußen.

Zu KIEL Industrial Services
Schwerpunkt des Unternehmens mit der Zentrale in Wesseling sind die Geschäftsfelder Engineering (Neu- und Umbau) und Maintenance (Instandhaltung) sowie Turnaround (montagegerechte Vorplanung) und Project (eigens entwickelte Software ProSys). Auftraggeber sind Konzerne der chemischen und petrochemischen sowie der pharmazeutischen Industrie. Darüber hinaus bedienen sich auch Raffinerien, Kraftwerksbetreiber oder die Nahrungsmittelindustrie der Leistungspalette und Qualität des Industrieservices. Seit 1949 ist die Hauptverwaltung der Mitte der 1940er Jahre in Witten an der Ruhr gegründeten Gesellschaft in Wesseling etabliert. Nach Gründung oder Übernahme mehrerer Niederlassungen seit Mitte der 1970er Jahre entstand 2007 die heutige Aktiengesellschaft. Zu KIEL Industrial Services zählen derzeit 16 Gesellschaften in Deutschland an rund 40 Standorten von Brunsbüttel über Deggendorf bis Zeitz in Sachsen-Anhalt sowie eine Gesellschaft in den Niederlanden. https://www.kiel.com

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