Pressemitteilungen

05.07.2024 | | Mitteilung der Pressestelle
Italienisches Restaurant Aposto in Aachen insolvent

- Geschäftsbetrieb wird zunächst uneingeschränkt fortgeführt -

- Löhne und Gehälter der 46 Beschäftigten bis Ende August 2024 gesichert -

- Insolvenzverwalter sucht nach Fortführungslösung -

Aachen, den 04. Juli 2024. Die Alte Post Aachen Gaststättenbetriebs GmbH, Betreiberin des beliebten italienischen Restaurants ‚Aposto‘ am Kapuzinergraben 19 in Aachen, hat am 02.07.2024 beim zuständigen Amtsgericht Aachen einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Aachen hat Rechtsanwalt Andreas Schmitz von der Kanzlei Schmitz Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter aus Aachen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Gründe für die Insolvenz

Das Aposto Restaurant, das sich seit vielen Jahren durch seine authentische italienische Küche auszeichnet, sieht sich mit einer Vielzahl von Schwierigkeiten konfrontiert, die letztendlich für die finanzielle Schieflage ursächlich sind. Insbesondere die Corona-Krise ab Anfang 2020 führte zu einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, von der sich das Unternehmen bislang nicht wieder erholen konnte.

Stark gestiegene Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal, die Anhebung des Mindestlohns und der Fachkräftemangel hatten dem Betreiber des Aposto zunehmend Probleme bereitet. Sehr viele Fachkräfte hatten sich während der Coronazeit beruflich umorientiert. Sie fehlen nun in der Gastronomie und können nur schwer ersetzt werden.

Höhere Lebenshaltungskosten und eine steigende Inflation hatten seit dem Ukrainekrieg zu einem Rückgang der Gästezahlen geführt. Der Umsatzrückgang verschlechterte die finanzielle Situation zunehmend, sodass der Liquiditätsbedarf nicht mehr gedeckt werden konnte. Schließlich entschied sich die Geschäftsführung, den Betrieb im Zuge eines Insolvenzantrags zu sanieren.

Gastronomiebetrieb läuft uneingeschränkt weiter

Der Gastronomiebetrieb läuft trotz des Insolvenzantrags uneingeschränkt weiter. Alle 46 Beschäftigten wurden bereits auf einer Mitarbeiterversammlung über den Insolvenzantrag und die weiteren Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind durch das Insolvenzgeld für die Monate Juni, Juli und August 2024 gesichert. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes hat der vorläufige Insolvenzverwalter Andreas Schmitz bereits angeschoben, sodass die Löhne und Gehälter zeitnah ausgezahlt werden können.

Derzeit verschafft sich Rechtsanwalt Schmitz und sein Team ein umfassendes Bild über die wirtschaftliche Lage vor Ort. "Unser Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten eine tragfähige Lösung zu finden, um das Restaurant zu erhalten, fortzuführen und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern“, sagt Rechtsanwalt Andreas Schmitz.

Über die Alte Post Aachen Gaststättenbetriebs GmbH

Die Alte Post Aachen Gaststättenbetriebs GmbH ist Betreibergesellschaft des Aposto in Aachen. Das Restaurant Aposto bietet innovative Pizza- und Pastakreationen, die sich durch neue und ausgefallene Rezepte auszeichnen. Das Restaurant legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und bietet auch Liefer- und Abholdienste an.

Weitere Informationen unter: https://aachen.aposto.eu/

Über Kanzlei Schmitz Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter

Die Kanzlei Schmitz Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter ist schwerpunktmäßig auf die Insolvenzverwaltung und Sanierung von Unternehmen sowie die Betreuung von Verbraucherinsolvenzen und Insolvenzen ehemals Selbstständiger spezialisiert. Rechtsanwalt Andreas Schmitz wird seit 16 Jahren regelmäßig von den Gerichten zum Insolvenzverwalter bestellt. Im Fokus seines zukunftsorientierten Handelns stehen die Fortführung und Sanierung von Unternehmen, der Erhalt von Arbeitsplätzen und die bestmögliche Befriedigung der Gläubigerinteressen. Die Kanzlei mit Hauptsitz in Aachen ist mit weiteren Büros in Köln, Bonn und Mönchengladbach vertreten. Weitere Informationen unter: https://www.schmitz-inso.de/

Der WBDat.-E-Mail-Newsletter zum Insolvenzgeschehen:
Unser kostenloser Service für Sie. Täglich auf dem neuesten Stand.

abonnieren