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Der Standort Maisach des insolventen Verbindungstechnik-Händlers Joseph Dresselhaus GmbH & Co. KG wird fortgeführt: Im Zuge des eröffneten Insolvenzverfahrens wurde der dortige Geschäftsbetrieb an die neu gegründete Münchner Schraubenhandel MSH GmbH & Co. KG veräußert, ein Unternehmen der Keller-&-Kalmbach-Gruppe mit Sitz in Unterschleißheim bei München. Der Kaufvertrag wurde am 2. Juli unterzeichnet, der Vollzug erfolgte zum 1. August 2026. FalkenSteg hatte den Verkaufsprozess verantwortet.
Dresselhaus zählt zu den traditionsreichen Großhändlern für Verbindungselemente und Befestigungstechnik in Deutschland. Das Unternehmen bedient Möbelproduzenten, die Automobilzulieferindustrie, Landmaschinenhersteller sowie die holz- und metallverarbeitende Industrie; hinzu kommen Baumärkte und Baustoffhändler als Kunden. Im April 2026 hatte Dresselhaus beim Amtsgericht Bielefeld Insolvenzantrag gestellt.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter und späteren Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Bielefelder Rechtsanwalt Dr. Bero-Alexander Lau von der internationalen Kanzlei White & Case. Zwischen Antragstellung und Verfahrenseröffnung lagen nur zehn Wochen. „Hinter uns liegen äußerst arbeitsintensive Monate. Ich bin sehr froh, mit Keller & Kalmbach einen starken und erfahrenen Investor gefunden zu haben“, sagt Insolvenzverwalter Lau. „Den Standort in Maisach und die übernommenen Mitarbeiter weiß ich in guten Händen.“
Die Keller-&-Kalmbach-Gruppe, ein Familienunternehmen, zählt zu den führenden Spezialisten für Verbindungs- und Befestigungstechnik. Mit rund 1.000 Mitarbeitern erwirtschaftet sie an 19 Standorten weltweit einen Umsatz von etwa 420 Millionen Euro. Mit der Übernahme bleiben wertvolles Know-how, erfahrene Mitarbeitende sowie langjährige Kundenbeziehungen erhalten. Gleichzeitig schafft die Einbindung in die Keller & Kalmbach-Gruppe die Grundlage für eine stabile Weiterentwicklung des Standorts und eine nachhaltig hohe Leistungsfähigkeit.
Für die Belegschaft in Maisach ist die Investorenlösung in einer Phase besonderer Unsicherheit zustande gekommen. „Eine Folgeinsolvenz ist aufgrund des fehlenden Insolvenzgeldes eine besondere Herausforderung. Umso mehr freut mich die Lösung, die hier in nur knapp zweieinhalb Monaten gefunden und umgesetzt werden konnte, für den Standort Maisach und die übergehenden Mitarbeiter“, sagt Georg von Verschuer, Director bei FalkenSteg und Verantwortlicher für den M&A-Prozess. „Der sehr kurze Zeitraum von der Antragstellung bis zum Vollzug des Kaufvertrags zeigt, wie wichtig eine enge Verzahnung von insolvenzrechtlicher, operativer und M&A-seitiger Expertise ist.“
Mit dem M&A-Prozess war FalkenSteg Corporate Finance betraut. Neben Georg von Verschuer gehörten Gordon Dobslaw, Jan Englisch und Jonas Lauppe zum Team. Rechtlich wurde Dresselhaus von der Kanzlei Aderhold beraten, unterstützt durch die Aderhold Unternehmensberatung im betriebswirtschaftlichen Bereich.