Pressemitteilungen
• Abschluss des Verkaufsprozesses wird in den kommenden Monaten erwartet
• Insolvenzverfahren für alle vier betroffenen VARTA-AG-Gesellschaften wurde eröffnet und Tobias Wahl zum Insolvenzverwalter bestellt.
• Geschäftsbetrieb konnte im vorläufigen Verfahren stabilisiert werden.
• Consumer nicht von Insolvenz betroffen.
Ellwangen, 1. Oktober 2026. Bei der Sanierung der VARTA AG-Gruppe ist der nächste wichtige Meilenstein erreicht. Das Amtsgericht Stuttgart hat am 1. Oktober 2026 die Insolvenzverfahren über die vier betroffenen Gesellschaften – die VARTA AG, die VARTA Microbattery GmbH, die VARTA Storage GmbH und die VARTA Micro Production GmbH – eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Tobias Wahl von Anchor Rechtsanwälte bestellt.
„Dank des großen Einsatzes aller Beteiligten konnte der Geschäftsbetrieb während des vorläufigen Insolvenzverfahrens stabilisiert werden. Das ist eine gute Ausgangsbasis für die weitere Sanierung“, erklärt Insolvenzverwalter Tobias Wahl. Lieferanten und Kunden vertrauen weiterhin auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.
Der Geschäftsbereich VARTA Consumer Batteries ist von dem Insolvenzverfahren nicht betroffen, da dieser rechtlich und operativ eigenständig aufgestellt ist. Strukturierter Verkaufsprozess verläuft planmäßig
Um dem Unternehmen eine langfristige Perspektive zu bieten, wurde bereits früh nach den Insolvenzanträgen mit einem strukturierten M&A-Prozess begonnen. „Das Interesse an den technologischen Kernkompetenzen der VARTA AG ist im Markt unverändert vorhanden. Wir streben einen erfolgreichen Abschluss des Verkaufsprozesses noch in den kommenden Monaten an“, betont Rechtsanwalt Tobias Wahl. Das klare Ziel des Verfahrens ist es, eine zukunftssichere Fortführungslösung zu erarbeiten, die den Erhalt des Unternehmens sichert.
Produktionsaus für VARTA Microproduction in Nördlingen
Während an den Standorten der Geschäftsbetrieb stabilisiert wurde, gibt es für einen Teilbereich eine unumkehrbare Entscheidung: Für die VARTA Microproduction bleibt es wegen des Wegfalls des bedeutendsten Kunden bei dem bereits im Frühjahr beschlossenen Produktionsaus für die Fabrik in Nördlingen. Dieser Schritt wird wie geplant umgesetzt.
Über Anchor
Anchor ist ein Hybrid aus Anwaltskanzlei und Unternehmensberatung. Mit 15 Standorten und über 200 Mitarbeitenden in den Bereichen Insolvenz und Sanierung gehört die Kanzlei deutschlandweit zu den großen Restrukturierungseinheiten. Anchor hat zahlreiche größere Unternehmen in und außerhalb der Insolvenz begleitet und saniert. Die Rechtsanwälte von Anchor werden regelmäßig als Insolvenzverwalter, Sachwalter oder als Sanierungsgeschäftsführer in Insolvenz-, Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren vorgeschlagen und bestellt. Anchor Management ist für seine betriebswirtschaftliche Restrukturierungsberatung, sein Interim Management und die Distressed M&A-Beratung bekannt. In Beratungsmandaten verbindet Anchor ihre rechtliche Kompetenz mit betriebswirtschaftlichem Know-how.
Team Anchor:
Tobias Wahl, Insolvenzverwalter
Dr. David Blum, Rechtsanwalt
Remo Kruse, Rechtsanwalt
Hannes Rieger, Rechtsanwalt
Jessica Schmechel, Rechtsanwältin
Über die VARTA AG in Ellwangen
Die VARTA AG mit Sitz in Ellwangen bündelt als Konzern-Muttergesellschaft die operativen Aktivitäten ihrer Business Units bzw. Tochtergesellschaften VARTA Microbattery GmbH und VARTA Storage GmbH.
Die Business Units bzw. Tochtergesellschaften entwickeln, fertigen und vertreiben Mikrobatterien und Energiespeichersysteme sowie kundenspezifische Batterielösungen für industrielle Kunden und Endverbraucher. Mit hoher Fertigungstiefe, ausgeprägter technologischer Kompetenz und einem klaren Fokus auf Qualität „Made in Germany“ leistet die VARTA AG-Unternehmensgruppe einen wesentlichen Beitrag zu einer sicheren und effizienten Energieversorgung der Zukunft.
Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie hier: www.varta-ag.com