Pressemitteilungen

01.10.2026 | | Mitteilung der Pressestelle
Vorläufige Insolvenzverwalterin leitet Investorensuche für norddeutsche Bäckerei Millahn ein

• Amtsgericht Pinneberg bestellt Jennie Best zur vorläufigen Insolvenzverwalterin

• Produktion und Verkauf der Elmshorner Bäckereikette laufen in allen 12 Filialen weiter

• Gehälter der 66 Beschäftigten über die Insolvenzgeldvorfinanzierung gesichert

• M&A-Beratung Centuros Consult GmbH mit Investorenprozess beauftragt

Hamburg, 1. Oktober 2026 / Für die insolvente Elmshorner Bäckereikette Backstuv GmbH, die in Elmshorn und Umgebung weithin unter der Marke Bäckerei Millahn bekannt ist, wird ein Investor gesucht: Die am 24. September vom Amtsgericht Pinneberg als vorläufige Insolvenzverwalterin bestellte Sanierungsspezialistin Jennie Best von der Kanzlei REIMER hat die Centuros Consult GmbH mit einem strukturierten M&A-Prozess beauftragt.

Nach einer ersten betriebswirtschaftlichen Analyse sieht Best wenige Tage nach der Insolvenzantragstellung grundsätzlich Chancen für eine Sanierung des Unternehmens. Eine Investorenlösung ist dabei eine von mehreren Optionen.

Die Backstuv GmbH beschäftigt 66 Mitarbeiter und betreibt Bäckereifilialen an 12 Standorten. Produktion und Verkauf laufen bis auf Weiteres uneingeschränkt weiter. Die Insolvenzgeldvorfinanzierung für den Zeitraum bis Ende November 2026 hat Jennie Best bereits eingeleitet und die ersten Zahlungen an die Mitarbeiter für den Monat September ermöglicht.

„Die Backstuv ist in Elmshorn und Umgebung fest verankert und kann auf einen treuen Kundenstamm bauen. Das ist eine gute Grundlage für die Fortführung des Unternehmens. Erste Anfragen potenzieller Investoren liegen bereits vor“, sagt Jennie Best.

Grund für die wirtschaftliche Schieflage der Bäckereikette war das Zusammentreffen mehrerer Faktoren. So fielen zeitgleich und unerwartet zwei größere Kunden aus. Hinzu kamen deutlich gestiegene Kosten für Energie und Waren. Außerdem war am 1. Januar 2026 der Mindestlohn um 8,4 Prozent auf 13,90 Euro pro Stunde gestiegen. Erschwerend wirkten zudem hohe Krankenstände, weshalb einzelne Filialen ihre regulären Öffnungszeiten zeitweise nicht vollständig aufrechterhalten konnten.

Über REIMER: REIMER ist eine auf Sanierungs- und Restrukturierungsberatung sowie Insolvenzverwaltung spezialisierte Kanzlei mit mehr als 130 Experten. Die Partnergesellschaft zählt mit 13 Insolvenzverwaltern an 10 Standorten zu den größten und versiertesten deutschen Rechtsanwaltskanzleien für die Sanierung von Unternehmen und Insolvenzverwaltung (www.reimer-rae.de).

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